Welthandel
ja, Globalisierung nein! Welthandel und Globalisierung sind
zwei grundsätzlich verschiedene Dinge. Der normale
Welthandel muss nicht künstlich forciert
werden! Manfred
Julius Müller Wie
beeinflusst die Globalisierung den
Welthandel? In
den Medien wird es immer wieder gerne so dargestellt, als
könne es ohne Globalisierung keinen vernünftigen
Welthandel geben. Diese Ansicht ist natürlich
völliger Mumpitz, denn auch vor 1980, dem allgemein
anerkannten Beginn
der Globalisierung,
wurden fleißig über alle Weltmeere hinweg Waren
und Dienstleistungen ausgetauscht. Dass das Volumen des
Welthandels im Zuge der sich ständig verbessernden,
billiger und einfacheren Transportmöglichkeiten
kontinuierlich zunahm, liegt in der Natur der
Sache. Der
Globalisierung allerdings muss man anlasten, dass der
ohnehin schon zunehmende Welthandel noch
zusätzlich
dramatisch aufgeblasen wurde.
Dies wurde erreicht durch den Abbau von Zöllen. Das
war vorher in dem Maße nicht möglich. Wenn zum
Beispiel in den 1960er Jahren ein Waschmaschinenhersteller
die Produktion von Deutschland in ein Niedriglohnland
verlagert hätte, wären durch angemessene
Einfuhrzölle seine Kostenvorteile wieder verloren
gegangen. Die
Folgen der Globalisierung und des künstlich
aufgeheizten Welthandels zeigen sich überall.
Während in den 25 Jahren vor der Globalisierung (von
1955-1979) die Arbeitseinkommen und damit der Wohlstand in
den westlichen Industriestaaten um etwa 160 % zugenommen
haben, sind die Reallöhne
in den 25 Jahren danach um mindestens 15 % gesunken. Und
dass, obwohl die Wirtschaft im globalisiertem
Vierteljahrhundert immerhin noch um etwa 60 % zugelegt
hat. Der
Wahnsinn hat leider System und geht deshalb noch weiter.
Denn trotz sinkenden Wohlstands und neuer energiesparender
Technologien verbraucht die Industrie für Herstellung
und Transport heute weit mehr fossile Energien also noch
1980. Allein
der Lkw-Verkehr hat sich in Deutschland seit 1980
vervierfacht. Nun
wird ja gern gekontert, dass schließlich einige
Schwellenländer von der Globalisierung profitieren.
Dabei wird verschwiegen, dass auch vor der Globalisierung
Staaten aufgestiegen sind und der technische Fortschritt
auch an den Entwicklungsländern nicht spurlos
vorbeizieht. Dieser
Text kann naturgemäß nur einen kleinen Einblick
in die leider doch etwas komplexeren Zusammenhänge der
Weltwirtschaft und des Welthandels vermitteln. Wenn Sie an
der Ursachenforschung des Wohlstandsabbaus interessiert sind
finden Sie sicher noch andere interessante Seiten auf dieser
Website. Eine
umfangreiche übersichtlich gegliederte Abhandlung
bieten Ihnen aber auch meine Bücher "Das
Kapital und die
Globalisierung"
sowie "Das
neue Wirtschaftswunder. Die Entmachtung des globalen
Dumpingsystems". ©
Manfred J. Müller, Flensburg, 2005 Home
(Eingangsseite
www.globalisierung-welthandel.de) Noch
Fragen? Alle relevanten Tabuthemen über die
Globalisierung im Überblick. Weitere
interessante Themen: Hartz
IV - ist der Sozialstaat noch zu
retten? Aber
Deutschland lebt doch vom
Export... Weitere
interessante Seiten finden Sie unter www.eu-gegner.de,
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Mit dieser Maßnahme hat sich auch das kapitalistische
System total verändert. Denn nun hatten die Konzerne
und das Kapital endlich das Sagen. Mit der Drohung,
Produktionen in Billiglohnländer auszulagern,
können seither die Staaten und Völker dieser Welt
gegeneinander ausgespielt werden.
Samt Transport kamen importierte Waschmaschinen oft teurer,
als wären sie in Deutschland gefertigt worden. Der
Zollabbau sorgt also grundsätzlich für eine
weitgehende Entmachtung der Regierungen und Arbeitnehmer,
die
Selbstheilungskräfte der Marktwirtschaft werden dabei
weitgehend ausgehebelt.
Wie will man diese eklatanten Widersprüche noch
schönreden? Es ist doch schier unglaublich: Die
Wirtschaftsleistung steigt - und der Wohlstand
sinkt!
Wenn
am Ende der Wohlstand doch nur sinkt stellt sich die
ketzerische Frage, wozu das alles? Warum soll die Wirtschaft
wachsen, wenn der Verbraucher nichts mehr davon hat. Warum
all die vielen zusätzlichen Anstrengungen und
Investitionen
in Bildung und Forschung,
wenn es doch nur bergab geht?
Es ist doch eigentlich umgekehrt: Ohne Globalisierung ginge
es den alten Industriestaaten finanziell so blendend, dass
sie ohne weiteres ihre Entwicklungshilfen vervielfachen
könnten und dort einen Aufschwung entfachen
könnten, ohne die Menschen dort brutal
auszubeuten.
Müssen
die Hartz-IV-Regelsätze erneut angehoben werden. Ist
das alles überhaupt noch finanzierbar? Oder geht es
Hartz-IV-Familien teilweise schon besser als
Normalverdienern?
Profitieren wir wirklich vom Export? Geht es uns merklich
besser, seitdem wir uns dem Export verschrieben haben und
die meisten Konsumgüter importieren
müssen?
Manfred
Julius Müller
analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche
Zusammenhänge und veröffentlichte unzählige
Aufsätze zu den verschiedensten Themen. Er entwickelte
neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in
wichtigen Bereichen bereits die Gesetzgebung beeinflussten.
Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a.
"Das
Kapital und die
Globalisierung".